Willkommen in der Mausefalle


Es fing mit Hauskatzen an! Und wie es halt so war hatten wir damals noch Probleme das Geschlecht zu bestimmen. So war Peter eine Peterline und Susi ein Suserich, auch er verschwand spurlos und da begaben wir uns auf die lange Suche nach einer Rassekatze.

So fing mit
Yirka 1979 alles an… 2 Jahre dauerte es bis wir uns mit unserem verwöhnten Schmusetiger auf eine Ausstellung wagten. Die VKSK-Gruppe Delitzsch hatte uns bei der Vorbereitung geholfen- man erklärte uns, dass wir mind. Ein SG (sehr gut) erreichen müssten. Wie entsetzt war Frauchen, als da nur ein V stand. Doch ihr Irrglaube wurde aufgedeckt und aus Enttäuschung wurde eine Heidenfreude. Denn V steht für vorzüglich.
Auf dieser Ausstellung begegneten wir dann der „Jugendbesten“ Anka und nahmen sie als Gesellschafterin für Yirka mit Heim. Aus dieser spontanen Idee entwickelte sich eine unendliche Katzenliebe die stärker war als der Tod.
Zuchtgedanken: keine

Im Dezember 82 holten wir dann unsere Evi. Der „Spunk“ brachte Schwung in die Bude und machte schnell allen klar, wer das Sagen hat.
Zuchtgedanken: vielleicht mal einen Wurf
Kater: er tut’s nicht

Im Juni 83 wurden wir mit dem Birma-Virus infiziert. Kinuli hielt Einzug- der kleine Raufbold kommandierte seine Dosenöffner nach Belieben rum, folgte bei Fuß und machte alle Nase lang Schabernack.
Zuchtgedanken: wir wollen endlich Babies
Kater: na?

13. 8.83- der A-Wurf „vom Muldensee“ erblickte das Licht der Welt. 6 kleine Perserchen erschlichen sich mit dem ersten Mauzer den Weg in unsere Herzen. Dieses wichtige Datum gilt als Zwinger-Gründung.
Zuchtgedanken: ja, gut wir probieren es
Deckkater: ER KANN ES!

Von nun an besuchten wir so viel wie möglich Ausstellungen. Dabei lernten wir viel über Katzenpflege mit einfachen Mitteln. Denn in der DDR gab es nur wenige Hilfsmittel. Bei Kinuli’s erster Ausstellung in Gera hatten wir dann einen Riesen- Erfolg: Best in Show der Langhaarjugend und das bei über 600 Tieren (damals zählte die heilige Birma noch zur Kategorie der Langhaarkatzen)!!

Im April 84 folgten 2 Würfe. B und C aber weder Evi noch Anka hatten das gewünschte weiße Mädchen zur Welt gebracht. Deshalb behielten wir Boober, der uns als Kastrat 17 Jahre lang begleiten sollte.
Anka wurde 1986 zum letzten Mal Mutter. Tschernobyl machte sie unfruchtbar. Auch Evi wurde nach dem 12.2.86 nie mehr Mutter. Aus ihrem letzten Wurf behielten wir Hugo- das 7-Kilo-Flaschenkind.

Am 1.9.87 kam der Zwinger „von der Mausefalle“ dazu.

Es folgten weitere Würfe und Tiere. Darunter Berta (1988) und Amanda (1987) wie auch deren Mama Lakka(1986).
Amanda zog es vor sich mit Straßenkatern zu vergnügen anstatt zu Hause zu essen. So brachte sie uns einen hübschen Mischlingswurf aus dem auch eine Britisch Kurzhaar hervor ging. Marmy ging in eine Experimentalzucht ein. Amandas Schwester Berta war ein richtiger Kobold. Sie schlief mit im Kinderwagen und quälte den Babywipper.
Nach der Wende 1990 kamen dann neue Tiere und frisches Blut hinzu. Dolly war unsere erste Dänin. Ihr folgten Tarzan und Idefix.


Am 20.2.1990 wurde unsere Schnuffe geboren- eines der Tiere, deren Lücke nie zu schließen sein wird. Sie war die vermutlich merkwürdigste Katze der Welt und auch nicht besonders perfekt für eine Birma, aber sie brachte die besten Jungtiere der alten Linie und war den Jüngsten unserer Familie (Johanna und Ulrike) ein treuer Begleiter.

1993 war ein schlimmes Jahr. Erst starb am 12.6.93 unsere Anka und 2 Wochen später auch Yirka. Wir werden sie nie vergessen.

Am 16.8.94 wurde Early geboren. Er war ein Birma Deckkater und mit seiner Kastration 1997 beendeten wir die Birma Zucht. Er starb kurz vor Weihnachten 2004 und noch heute rührt uns sein Tod zu Tränen. Early war ein ganz besonderer Kater. Eigentlich war er sogar mehr ein Mensch, denn er spürte es immer als Erstes, wenn jemand Kummer hatte oder es Streit gab.

17 Dezember 1999- nach genau 17 Jahren verließ uns unsere Evi. Traurig verabschiedeten wir uns von ihr. Boober starb im April 2001 und im Dezember 2002 ging schließlich auch Hugo. Auch wenn diese Gründertiere gestorben sind, so leben sie und ihr Erbgut in ihren Nachfahren. In vielen aktuellen Stammbäumen sind sie noch enthalten- unsere Schätzchen.

 

Das ist auch schon fast alles, was es zu unserer Geschichte zu sagen gibt. Bleibt noch zu sagen, dass wir mittlerweile nicht mehr nur Grundfarben und Tabby züchten. Auch uns haben Smoke und Silber so gut gefallen, dass wir sie in unsere Linie aufgenommen haben.

 


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